Ein tropfender Wasserhahn oder ein verstopftes Waschbecken muss nicht sofort den teuren Notdienst bedeuten: Die häufigsten Sanitärprobleme lassen sich mit einfachem Werkzeug in unter einer Stunde selbst beheben. Wichtig ist nur, die eigenen Grenzen zu kennen. Bevor Sie irgendetwas aufschrauben: Drehen Sie immer zuerst das Wasser am Eckventil oder Haupthahn ab.

1. Die Grundausstattung für Heimwerker

Rohrzange, verstellbarer Schraubenschlüssel, Schraubendreher-Set, Pümpel (Saugglocke), Rohrreinigungsspirale, Teflonband und ein Eimer genügen für 90 Prozent aller Fälle. Investieren Sie in eine gute Rohrzange – billiges Werkzeug beschädigt Armaturen und macht alles schlimmer.

2. Tropfenden Wasserhahn reparieren

Wasser abstellen, Griffkappe abhebeln, Schraube lösen und das Oberteil herausdrehen. Meist ist eine poröse Dichtung oder eine verkalkte Kartusche die Ursache – Ersatzteile gibt es für wenige Euro im Baumarkt. Fotografieren Sie jeden Schritt beim Zerlegen, damit der Zusammenbau gelingt.

3. Verstopften Abfluss befreien

Beginnen Sie mit dem Pümpel: Abfluss mit Wasser bedecken und kräftig pumpen. Hilft das nicht, den Siphon unter dem Becken abschrauben und reinigen – ein Eimer darunter fängt das Restwasser auf. Verzichten Sie auf aggressive Chemie – sie schädigt Rohre und Umwelt, eine Spirale wirkt besser.

4. Undichten Siphon abdichten

Tropft es an den Verschraubungen, ziehen Sie die Überwurfmuttern von Hand nach – oft genügt das. Poröse Dichtungen austauschen, Gewinde mit Teflonband umwickeln. Ziehen Sie Kunststoffverschraubungen nur handfest an: Zu viel Kraft sprengt das Gewinde.

5. Toilettenspülung reparieren

Läuft die Spülung ständig nach, ist meist die Heberglocke oder das Einlaufventil verkalkt oder die Dichtung verschlissen. Spülkasten öffnen, Schwimmer prüfen, Kalk entfernen oder das Ventil für kleines Geld ersetzen. Ein dauerhaft laufendes WC verschwendet bis zu 40 Liter Wasser pro Tag.

6. Wann der Profi ran muss

Finger weg von Gasleitungen, Hauptwasserleitungen und allem hinter der Wand: Hier drohen Wasserschäden und Versicherungsprobleme. Auch bei wiederkehrenden Verstopfungen im Hauptabfluss gehört ein Fachbetrieb her. Im Zweifel lieber einmal zu viel den Profi rufen als einmal zu wenig.