Mit 25 an die Rente denken fühlt sich absurd an — doch genau das ist der größte Vorteil, den du je haben wirst: Zeit. Wer mit 25 monatlich 100 Euro zurücklegt, steht mit 67 deutlich besser da als jemand, der mit 40 das Dreifache spart. Bei der Altersvorsorge ist der frühe Start wertvoller als jede hohe Sparrate später.
Warum früh anfangen alles verändert
Der Zinseszins arbeitet für dich: Erträge erzeugen neue Erträge, und über 40 Jahre wird aus kleinen Beträgen ein Vermögen. Bei sechs Prozent Rendite werden aus 100 Euro monatlich über 40 Jahre rund 200.000 Euro — bei nur 48.000 Euro Einzahlung. Jedes Jahr, das du wartest, kostet dich später ein Vielfaches.
Die Bausteine der Vorsorge
Die gesetzliche Rente ist die Basis, reicht aber allein selten. Dazu kommen betriebliche Altersvorsorge (oft mit Arbeitgeberzuschuss — geschenktes Geld!) und private Vorsorge wie ETF-Sparpläne. Prüfe zuerst, ob dein Arbeitgeber etwas dazugibt. Arbeitgeberzuschuss mitnehmen ist die höchste garantierte Rendite überhaupt.
Wie viel solltest du sparen?
Als Faustregel gelten 10 bis 15 Prozent des Nettoeinkommens für die gesamte Altersvorsorge. Klingt viel? Fang mit 50 Euro an und erhöhe bei jeder Gehaltserhöhung die Sparrate — du gewöhnst dich nie an Geld, das du nie hattest. Lieber klein und konsequent als groß und abgebrochen.
ETFs als Vorsorge-Baustein
Für die private Vorsorge sind breit gestreute Aktien-ETFs 2026 die Standardempfehlung: niedrige Kosten, hohe Flexibilität, langfristig starke Renditen. Wichtig ist der lange Horizont — mindestens 15 Jahre — und die Disziplin, in Krisen nicht zu verkaufen. Der Sparplan läuft weiter, egal was die Schlagzeilen sagen.
Häufige Fehler junger Sparer
Teure aktiv gemanagte Vorsorgeprodukte mit hohen Abschlusskosten fressen die Rendite auf. Auch das Aufschieben („ich fange an, wenn ich mehr verdiene") und das Plündern des Vorsorgetopfs für Konsum sind Klassiker. Die teuerste Altersvorsorge ist die, die du nie anfängst.