Grüne Lichtvorhänge, die über den Nachthimmel tanzen — die Aurora borealis gehört zu den atemberaubendsten Naturschauspielen der Erde. Die gute Nachricht: Die Sonnenaktivität ist um 2026 herum hoch, die Chancen stehen also besser als sonst. So planst du deine Polarlicht-Jagd.

Die besten Orte der Welt

Polarlichter zeigen sich am häufigsten in der Aurora-Zone rund um den Polarkreis: Tromsø in Norwegen, Lappland in Finnland und Schweden, Island, Alaska und der Yukon in Kanada. Wähle Orte fern von Lichtverschmutzung — je dunkler der Himmel, desto klarer der Tanz.

Die richtige Reisezeit

Die Polarlicht-Saison dauert von September bis März, wenn die Nächte im Norden dunkel genug sind. Die besten Stunden liegen meist zwischen 21 und 2 Uhr. Meide Vollmondnächte, denn Mondlicht kann schwache Polarlichter überstrahlen, und plane mindestens 3–4 Nächte ein, um bewölkte Abende auszugleichen.

Aurora-Vorhersagen lesen

Verlass dich nicht aufs Glück — prüfe die tägliche Aurora-Vorhersage mit dem Kp-Index (0–9). Ab Kp 3 reicht es in der Aurora-Zone, ab Kp 5+ wandert das Licht auch in niedrigere Breiten. Kombiniere das mit der Wolkenvorhersage: Ein klarer Himmel ist absolute Pflicht.

Tipps zum Fotografieren

Nimm ein Stativ mit — unverzichtbar. Stelle die Kamera manuell ein: offene Blende, ISO 1600–3200, Belichtung 5–15 Sekunden. Fokussiere manuell auf den fernsten Stern. Auch aktuelle Top-Smartphones fangen Polarlichter im Nachtmodus ein — du brauchst also keine teure Kamera.

Packliste für die Polarlicht-Jagd

Die arktische Nacht ist gnadenlos kalt — packe klug. Mehrschicht-Kleidung: Thermounterwäsche, Fleece und winddichte Jacke; dazu warme Stiefel, Mütze und Handschuhe, die Touchscreen-Bedienung erlauben. Stativ und Ersatzakkus gehören unbedingt ins Gepäck, denn Kälte entleert Akkus rasend schnell. Eine Stirnlampe mit Rotlicht-Modus hilft, ohne andere zu blenden. Snacks und Thermoskanne mit heißem Tee halten dich wach und warm während des Wartens. Und lade vorher die Aurora-App deiner Wahl herunter — am Beobachtungsort ist das Netz oft schwach.

Die ersten Polarlichter zu sehen, vergisst man nie — viele sind zu Tränen gerührt. Plane sorgfältig, warte geduldig in der arktischen Kälte, und lass den Himmel seine Magie wirken.