Lebensmittel sind einer der größten Posten im Haushaltsbudget — und einer der am leichtesten zu beeinflussenden. Gut zu essen und gleichzeitig zu sparen ist kein Widerspruch. Das Geheimnis liegt nicht im Verzicht, sondern in Planung und ein paar cleveren Gewohnheiten. Schon kleine Änderungen beim Einkaufen summieren sich über das Jahr zu mehreren hundert Euro Ersparnis.

Mit Plan einkaufen

Der teuerste Einkauf ist der ungeplante: Man kauft zu viel, das Falsche — und vergisst die Hälfte. Schreibe vor jedem Einkauf eine Liste, idealerweise auf Basis eines groben Wochenplans. Kaufe einmal pro Woche groß ein statt täglich Kleinigkeiten. Eine Einkaufsliste ist das einfachste und wirksamste Sparwerkzeug überhaupt. Prüfe vor dem Einkauf Vorratsschrank und Kühlschrank — so kaufst du nichts doppelt und verbrauchst Vorhandenes zuerst.

Saisonal und regional kaufen

Obst und Gemüse der Saison sind nicht nur billiger, sondern auch frischer und aromatischer. Ein Saisonkalender zeigt dir, was gerade günstig ist — Äpfel im Herbst, Spargel im Mai, Kohl im Winter. Wochenmärkte und Hofläden sind oft günstiger als gedacht, besonders kurz vor Schluss. Saisonware ist billiger, frischer und schmeckt besser — dreifacher Gewinn. Tiefkühlobst und -gemüse sind oft günstiger als frische Ware und ernährungsphysiologisch gleichwertig.

Eigenmarken und Angebote clever nutzen

Eigenmarken der Supermärkte sind oft identisch mit Markenprodukten — nur deutlich günstiger. Vergleiche immer den Preis pro Kilo oder Liter, nicht den Packungspreis. Bei guten Angeboten für haltbare Waren wie Nudeln, Reis oder Konserven lohnt sich das Bevorraten. Vergleiche den Kilopreis, nicht den Packungspreis. Achte auf Sonderangebote nur bei Produkten, die du wirklich brauchst — ein Schnäppchen, das verdirbt, ist kein Schnäppchen.

Weniger wegwerfen

In deutschen Haushalten landet viel Essen im Müll — und jedes weggeworfene Lebensmittel war bezahltes Geld. Plane Reste bewusst ein, friere Portionen ein und lagere nach dem Prinzip „zuerst rein, zuerst raus". Aus welkem Gemüse wird eine Suppe, aus altem Brot werden Croûtons. Jedes gerettete Lebensmittel ist gespartes Geld. Koche einmal pro Woche ein „Resteessen" — kreative Gerichte aus Vorhandenem schonen das Budget und machen sogar Spaß.