Regelmäßige Fellpflege ist für Hunde nicht nur eine Frage der Schönheit, sondern der Gesundheit: Sie beugt Verfilzungen, Hautproblemen und Parasiten vor und stärkt die Bindung zwischen dir und deinem Vierbeiner. Mit der richtigen Ausstattung und etwas Übung kannst du Baden, Bürsten und Trimmen 2026 ganz einfach zu Hause erledigen – und sparst dir teure Hundesalon-Termine.
1. Richtig bürsten: die Basis jeder Fellpflege
Wie oft du bürsten musst, hängt vom Felltyp ab: Langhaarige Rassen brauchen fast tägliche Pflege, kurzhaarige kommen mit ein- bis zweimal pro Woche aus. Arbeite immer in Wuchsrichtung und löse Knoten vorsichtig mit den Fingern oder einem Entfilzungskamm, statt sie herauszureißen. Bürste regelmäßig, denn verfilztes Fell ziept, begünstigt Hautentzündungen und lässt sich irgendwann nur noch abrasieren.
2. Baden ohne Stress
Die meisten Hunde müssen nur alle vier bis acht Wochen gebadet werden – zu häufiges Waschen zerstört den natürlichen Schutzfilm der Haut. Verwende unbedingt ein mildes Hundeshampoo mit hautneutralem pH-Wert, lauwarmes Wasser und spüle gründlich aus, damit keine Rückstände jucken. Gewöhne deinen Hund schrittweise ans Baden und belohne ihn danach – so wird die Fellpflege zum positiven Ritual statt zum Kampf.
3. Trimmen und Schneiden für Anfänger
Zwischen den Zehen, an den Ohren und um die Augen wächst das Fell oft zu lang und sollte vorsichtig gekürzt werden. Nutze eine stumpfe Fellschere oder einen leisen Hundetrimmer und arbeite in kleinen Schritten – im Zweifel lieber zu wenig als zu viel abschneiden. Bei Rassen mit Unterwolle niemals komplett scheren, denn die schützt vor Hitze und Kälte. Trau dich nur an Stellen heran, die du sicher beherrschst – für alles andere bleibt der Profi zuständig.
4. Krallen, Ohren und Zähne nicht vergessen
Zur Fellpflege gehört auch der Rest: Zu lange Krallen verändern die Pfotenstellung und können Schmerzen verursachen – kürze sie alle zwei bis vier Wochen bis kurz vor dem Leben. Reinige die Ohren bei Bedarf mit einem feuchten Tuch und gewöhne deinen Hund ans Zähneputzen mit spezieller Hundezahnpasta. Kontrolliere bei jeder Pflegesitzung Haut, Ohren und Pfoten – so entdeckst du Zecken, Wunden oder Entzündungen frühzeitig.
Mit Geduld und der richtigen Routine wird die Fellpflege zu Hause schnell zur Selbstverständlichkeit. Fang mit kurzen Einheiten an, arbeite ruhig und belohne deinen Hund – dann freut er sich bald auf jede Pflegestunde. Und falls du unsicher bist, zeigt dir ein einmaliger Profi-Termin alle Handgriffe, die du danach selbst übernehmen kannst.