Tropfender Wasserhahn, lockere Türklinke, Riss in der Wand – viele Reparaturen sind einfacher, als man denkt. Mit der richtigen Grundausstattung sparen Sie 2026 hunderte Euro an Handwerkerkosten. Dazu kommt das gute Gefühl, etwas mit den eigenen Händen geschafft zu haben.

Die Werkzeug-Grundausstattung

Hammer, Schraubendreher-Set, Zange, Wasserwaage, Akkuschrauber, Maßband und ein Cuttermesser decken 90 Prozent aller Fälle ab. Ergänzen Sie nach Bedarf Dübel, Schrauben und eine Leiter. Kaufen Sie lieber wenige gute Werkzeuge als viele billige – Qualität hält Jahrzehnte und macht die Arbeit spürbar leichter. Ein solider Werkzeugkasten ist eine Anschaffung fürs Leben.

Tropfenden Wasserhahn reparieren

Meist ist nur die Dichtung oder Kartusche verschlissen – ein Ersatzteil für wenige Euro. Wasser am Eckventil abdrehen, Griff abschrauben, Dichtung tauschen, fertig. Vor jeder Sanitärarbeit immer zuerst das Wasser abstellen – das erspart böse Überraschungen. Legen Sie außerdem ein Handtuch unter, um Kleinteile aufzufangen.

Löcher und Risse in Wänden ausbessern

Kleine Dübellöcher füllt man mit Spachtelmasse, schleift nach dem Trocknen glatt und überstreicht. Größere Risse brauchen zusätzlich Armierungsband, damit sie nicht wieder aufreißen. In zwei dünnen Schichten spachteln statt einer dicken – so entstehen keine Risse beim Trocknen. Etwas Geduld beim Trocknen zahlt sich beim Endergebnis aus.

Möbel und Türen richtig einstellen

Schleifende Türen lassen sich an den Scharnieren justieren, wackelnde Stühle mit Holzleim und Schraubzwingen fixieren. Auch quietschende Scharniere brauchen oft nur einen Tropfen Öl. Kleine Justierungen wirken oft Wunder und dauern selten länger als zehn Minuten. Schauen Sie sich vorher ein kurzes Anleitungsvideo an – das nimmt die Scheu.

Silikonfugen erneuern

Alte, schimmelige Fugen im Bad lassen sich mit einem Fugenkratzer entfernen und neu ziehen. Abkleben, Silikon auftragen, mit Spülmittel-Wasser glattziehen – fertig. Saubere Vorbereitung ist die halbe Fuge – Rückstände verhindern, dass das neue Silikon haftet. Lassen Sie die neue Fuge mindestens 24 Stunden aushärten, bevor sie nass wird.

Wann Profis ran müssen

Bei Elektrik, Gas und tragenden Wänden ist Schluss mit DIY – hier drohen Gefahr und Versicherungsprobleme. Auch bei Wasserschäden hinter Wänden sollten Fachleute prüfen. Sicherheit geht immer vor Ersparnis: Im Zweifel holen Sie einen Fachbetrieb. Ein ehrlicher Kostenvoranschlag ist immer billiger als ein selbst verursachter Folgeschaden.